Austauschbeziehungen im CVC Kontext

 

Etablierte Unternehmen sind einem stetig steigenden Innovationsdruck ausgesetzt. Daher werden direkte Investitionen in Startups immer häufiger genutzt, um technologische und strukturelle Veränderungen im Markt frühzeitig zu erkennen und davon zu profitieren. CVC Aktivitäten erfordern eine klare Abstimmung, Kooperation und den Wissensaustausch zwischen Startup, CVC Einheit und internen Einheiten der jeweiligen Muttergesellschaft. Von wissenschaftlicher und praktischer Relevanz ist hierbei die Untersuchung von Prozessen und Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Interaktionsebenen und deren Auswirkung auf den Erfolg in diesem höchst heterogenen Netzwerk.

Einfluss des Vorstandes auf den Erfolg von CVC Aktivitäten

 

Die Initiierung und Durchführung von CVC Aktivitäten erfordert bei vielen Unternehmen eine strategische Neuausrichtung und ein Umdenken in der etablierten Unternehmenskultur. Letztere wird massgeblich von der Persönlichkeit und der Verhaltensweise der obersten Führungsebene geformt. Wir untersuchen die Rolle des Vorstands in der Entscheidung den Schritt zu CVC zu wagen und wie dieser den weitreichenden Erfolg der CVC-Einheit unterstützen kann.

Syndizierung von Investitionen

 

Die Venture Capital Szene ist sehr stark vernetzt, was sich auch darin zeigt, dass die meisten Finanzierungsrunden von mehreren Investoren gemeinsam getätigt werden. Die Bildung sogenannter Syndikate ermöglicht für die einzelne VC Gesellschaft unter anderem eine Risikoreduktion durch Diversifizierung des Portfolios. Weiterhin verfügt jede VC Gesellschaft über individuelle Expertisen, was insbesondere bei CVC Gesellschaften deutlich wird. Durch den Kontakt zu ihrem Mutterunternehmen haben diese Zugriff auf eine enorme Menge an Wissen und Erfahrung – sowohl technischer als auch vertrieblicher Natur. Diese Kenntnisse können sie bei der Auswahl erfolgsversprechender Startups und deren Entwicklung mit einbringen. 

Trotz dieser Vorteile ist die Syndizierung per se – und insbesondere unter Beteiligung von CVC Gesellschaften - kein trivialer Prozess. Da die Entwicklung eines Startups sehr stark von den einzelnen Personen abhängt, können nicht nur divergierende Zielsetzungen, sondern auch ungelöste Konflikte persönlicher Natur unter Umständen eine erfolgreiche Entwicklung des jungen Unternehmens behindern. Anknüpfend an bestehende Forschungsresultate zu den Motiven und Folgen der Syndizierung untersucht das Investment Lab, wie Syndikatspartner gemeinsam ein Startup erfolgreich entwickeln können. Um diese Fragen umfassend zu beantworten, befragen wir Entscheidungsträger aus unabhängigen VC Gesellschaften, CVC Einheiten sowie Gründer und Manager der finanzierten Startups.

Wir bedanken uns bei folgenden Gesellschaften für Ihre bisherige Unterstützung bei diesem Projekt:

BASF
Robert Bosch Venture Capital GmbH
MGO digital ventures

BiLFINGER
T-Venture